Donnerstag, 13. Juni 2019

Offene Gärten rund um den Alten See (I): Den Startschuss gab der Küchenhof Seeland in Gatersleben

Gegründet ursprünglich als Unternehmen für hochqualitative Projektierungen und Montagen moderner Küchenmöbel und -technik in Gatersleben hat der Küchenhof Seeland von Claudia Groth & Maik Riske längst den Status eines Geheimtipps verloren. 
Neben dem Küchenstudio haben sich auch das Kochstudio und eine kleine, aber feine Gastronomie nahtlos eingereiht, nun anschaulich eingebunden in einen großen Garten, geprägt vor allem von Hochbeeten jedweder Konstruktion, kleinen Tischen, Stühlen und Banken, lustig mit Milchkannen, Flaschen und Porzellan dekoriert.

Am vergangenen Pfingstsamstag eröffnete daher der Küchenhof Seeland das erste Wochenende der diesjährigen Offenen Gärten rund um den Alten See in Gatersleben und präsentierte dabei mit intuitiver Stilsicherheit (Alles kann seinen Platz haben.) eine Art harmonische Vielfalt diverser Gestaltungselemente eines Nutz- und Ziergartens.

Auffallend dabei die harmonische Gewichtung von Gemüsepflanzen, Blumenbeeten, Hecken und Dekorativem von der Bügelflasche bis zur Napfkuchenform, letzteres schien vielfach vom Wertstoffhof stammend, also eigentlich schon im Zivilisationsmüll gelandet und doch wiederbelebt. Ein Fingerzeig.


Wohl jeder der zahlreich erschienen Besucher war vor allem von der konstruktiven und gestalterischen Vielfalt der zahlreichen Hochbeete beeindruckt, ein Gestaltungselement in vielen Gärten der Moderne, welches zahlreiche Vorteile bietet.Und dies nicht nur für die immer etwas geplagten Bandscheiben engagierter Gärtnerinnen und Gärtner.

Alles in allem also so eine rundum gelungene Präsentation bei perfektem Frühsommerwetter und auch nach den Pfingstfeiertagen immer einen Besuch wert.Dabei wartet auch das Kraut der Unsterblichkeit auf die Gäste. Also wenn dies nicht ein Motiv ist …

(Lesen Sie auch zum Thema auf GATERSLEBEN.INFO und finden Sie dort mehr Fotos!)



Freitag, 24. Mai 2019

Kommunalwahl 2019 in der Stadt Seeland (2): Kurioses und lustlose Pflicht

Wenn übermorgen die diesjährige Wahlkampagne ihren Anschluss findet, enden auch die eher lustlosen und ohnehin raren politischen Debatten um Wünschenswertes und Notwendiges auf kommunaler Ebene ihren Abschluss.

Ohnehin fokussierten sich die langjährigen etablierten politischen Kräfte und weitere mehr als zwei Dutzend Mini-Parteien auf die Wahl zum Europaparlament und nicht die Mühen der Kommunalpolitik in der vor allem ländlichen Ebene.

Das ist auch und zuerst eine Folge der nahezu vollständigen legislativen und exekutiven Entmündigung hier der Ortschaftsräte und Ortsbürgermeister, der eigentlich gefragten Ansprechpartner der Bürgerinnen und Bürger mit ihren individuellen Sorgen.

Man muss kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass schon mittelfristig dies dem bürgerschaftlichen Engagement schwer schaden wird.
Eine Reform der Reform scheint unvermeidbar.

Und irgendwie dokumentieren auch Kuriositäten, sicherlich ungewollt, die Lustlosigkeit, ja Nachlässigkeit, mit der für demokratische Mandate geworben wurde.

Dazu zwei Beispiele aus dem Lager der CDU. Zufall oder nicht?

Per Postkarte im Hausbriefkasten meldete sich bereits vor Wochen ***, Kreistagskandidat für Vorharz & Falkenstein, zu Wort und lud den Autor zu einem - wörtlich - „kleinen, feinen Wahlfest“ nach Ermsleben ein, denn dort wolle man auch „für Sie eine gute Truppe mit den richtigen Werten“ sein.

Aha. Dumm nur, dass der Gatersleber im besagten Wahlkreis nichts und niemanden zu wählen hat.

Aber verständlich, hat doch ein fleißiger Wahlhelfer nahe der Kreisgrenze erkannt, dass man in dem im Volksmund „Vogelviertel“ genannten Gatersleber Areal in den Wohnblocks sehr effizient eine größere Anzahl der Wahlwurfsendungen einfach los wird.

Wenige Tage später folgte dann die nächste Postkarte der Edition „CDU – Heimat mit Herz“.


Tim Hase (27) aus Hoym, Sekundarschullehrer in Nachterstedt, beantwortete zunächst die Frage „Wer bin ich?“ und offerierte danach das, was ihm wichtig sei.

An erster Stelle stand dabei die „Einführung der Impfpflicht“. Wie bitte? Wo und wogegen? Und für wen?

Am 14. Mai porträtierte dann die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG („Kommunalwahl:Junge Kandidaten sind Mangelware“) u. a. auch Tim Hase und fand die Antwort auf das „Wo?“.

Natürlich rede Herr Hase hier vom „Seeland“ und (Zitat Hase) „Mir ist wichtig, dass dieses Thema endgültig umgesetzt wird.“

Diesen, zurückhaltend formuliert, Unsinn kann man nur damit erklären, dass Herr Hase hier entweder stark verkürzt zitiert wird oder aber vom Thema nur rudimentäre Ahnung hat.

Wahrscheinlich wohl letzteres, er ist eben kein Jurist/Biologe/Epidemiologe.

Montag, 20. Mai 2019

Kommunalwahl 2019 in der Stadt Seeland (1): Ein kleiner Skandal, Parteienverdrossenheit und Wählerbündnisse


Sicher haben viele mit gespanntem Interesse das aktuelle Geschehen um das entlarvende Strache-Video und die darauf fußende Regierungskrise nebst des Bruchs der christlich-demokratischen und rechtsnationalistischen Koalition bei unseren südlichen Nachbarn in Österreich verfolgt.
Ein probater Stoff für viel Häme ob des Zeitpunkts der Publikation, gut eine Woche vor der Wahl zum Europaparlament.

Ähnliches geschah offenbar auf unterster Demokratieebene hier bei uns im Vorfeld der Kommunalwahl im Ortsteil Frose der Stadt Seeland.
Die Wählervereinigung Froser Bürger publizierte vor einigen Tagen ein Video, welches eine scheinbare illegale Müllentsorgung am Froser Badesee und eine mögliche Verschmutzung des Grundwassers anprangerte.
Doch war das gesamte Geschehen offenbar oberflächlich recherchiert und voreilig „abgeschossen“. Empörung der Beschuldigten auf allen Ebenen: Verständlich. Doch lesen Sie selbst in der MITTELDEUTSCHENZEITUNG online.

Nichts dokumentiert besser als diese beiden Vorfälle, wie rasant sich die Allgegenwärtigkeit des World Wide Web und seiner sozialen Plattformen seit der letzten Kommunalwahl 2014 entwickelt hat und politischen Inhalten aller Couleur zur raschen und unübersichtlichen Verbreitung in der Informationsgesellschaft verhilft.
Damit einher geht in Kommunen vor allem auf dem flachen Land der schleichende Untergang der etablierten politischen Parteien als Gestaltungsfaktoren des gesellschaftlichen Lebens.
An ihre Stelle treten zunehmend Bürgerinitiativen und Wählervereinigungen, lockere Zweckbündnisse auf unbestimmte Zeit, aber wählbar, Blickrichtung lokale Probleme.
Welche Kräfteverhältnisse dabei herrschen, zeigt z. B. der Ortsteil Gatersleben der Stadt 
Seeland.

Neun Kandidatinnen und Kandidaten der BI Gemeinsames Seeland stehen hier vier BewerberInnen der etablierten politischen Parteien, drei von ihnen für die CDU, eine einsame Streiterin für die SPD, Linke und Grüne Fehlanzeige, aber dafür ein Einzelbewerber.
Im übrigen: Wieviel Mitglieder wird der neue Gatersleber Ortschaftsrat haben? Neun, wie es die Wahlgesetze zulassen oder sieben, wie bisher?

In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass seit 2014 die Bevölkerungszahl des Ortes sicher unter 2.000 gesunken ist.

2009 waren es noch über 2.200 (1), doch Ende 2016 verzeichnete das Einwohnermeldeamt der Stadt Seeland noch 2.003 (2), ohne Umkehr dieses Schrumpfens – und dafür gibt es keine Indizien – wären nur noch knapp 1.970.

Spricht das nicht eher für sechs, denn mehr Ortschaftsräte?



(2) Amtsblatt der Stadt Seeland Nr. 87, 28. Januar 2017, S. 8




Donnerstag, 10. Januar 2019

Die Gatersleber Pothofstraße: Was lange währt, wird endlich gut …?

Pothofstraße im April 2018
Dem Gatersleber Ortsbürgermeister Mario Lange war echte Freude anzumerken, als er im Januar 2017 gegenüber der MITTELDEUTSCHEN ZEITUNG entspannt auf die zwei wichtigsten Investitionsvorhaben des Jahres im Ortsteil Gatersleben der Stadt Seeland hinweisen konnte, den grundhaften Ausbau der Pothofstraße und den Baustart des Bauprojekts „Seniorenwohnpark am Heckenteich“, verantwortet und getragen vom Arbeiter-Samariter-Bund.

Dafür werde man die Sanierung der Fahrtgasse auf das Jahr 2018 verschieben müssen.

Um es vorweg zu nehmen: Bis heute sind ziemlich genau zwei Jahre ins Land gegangen und fertig ist davon lediglich und teilweise (!) die Pothofstraße. Mit einer ganz eigenen Baugrafik. Es fehlt die Vollendung des 2. Bauabschnitts, der erste und der dritte des gemeinsamen Vorhabens mit dem Wasserzweckverband Ostharz sind fertig und in Rechnung gestellt.

Zum Seniorenwohnpark (Pflegezentrum: Neuer Plan fürs Millionenprojekt) ist anzumerken, dass dieser über einen demonstrativen ersten Spatenstich und das Pflanzen eines Baums im März 2016 nicht hinausgekommen ist (Siehe Foto, September 2018). Und das bebaubare Areal am Neuen Weg blieb unberührt, ein Prinz, der das Gatersleber Dornröschen wach küsst, ist nicht in Sicht.

Gatersleben kann also dem Flughafen BER, der Hamburger Elbphilarmonie oder STUTTGART 21 sein bescheidenes Wasser reichen. Alles verzögert, aus der Grafik und natürlich um Längen kostspieliger. Einfach traurig.

Den zweiten Bauabschnitt will und muss man nun überplanen, u. a. aufgrund der der erst jetzt wahrgenommenen Probleme im Baugrund und der drohenden Beschädigungen der angrenzenden Gebäude.
Und das wusste man nicht schon bei der Planung? Und wann soll die Straße nun vollständig fertig gestellt werden?

Ganz davon abgesehen, dass dies alles den Druck auf einen außer Rand und Band geratenen Haushalt der Stadt, der ohnehin seit Jahren schon ein Nothaushalt ist, unabsehbar vergrößert.

Dies in einem solchen Ausmaß, dass eine direkte Abhängigkeit zwischen der endgültigen Fertigstellung des Pothof-Projekts vom Verkauf des Oberhofs resp. des „alten Rathauses“ hergestellt wird.

Dabei wurde in der 24. Ortschaftsratssitzung im Januar 2017 versichert, die notwendigen finanziellen Projektmittel für das Pothof-Projekt seien im Haushalt der Stadt Seeland schon eingestellt. Wirklich? Mehr als nur traurig.

Und ist es nicht ein Witz, dass vermutlich hunderttausende EURO vom Bund bzw. Sachsen-Anhalt aufgewendet werden müssen, um die einstige B 6n als Autobahn A 36 schilderseitig auszuweisen?

Dort Investitionen in Sinnlosigkeiten, hier dagegen Ebbe in der Kasse für dringend zu realisierende Notwendigkeiten.

Alles politische Munition für jene, die den deutschen Staat von heute in seiner Verfassung in Frage stellen. Schon bemerkt?

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Bundesstraße 6 wird zur A 36 – Der Politposse letzter Teil?

An der Ausfahrt des B6-Parkplatzes Hasenwinkel

Der Kreis schließt sich: Am 1. Januar 2019 soll nun die Bundesstraße 6 in die Bundesautobahn A 36 umgewidmet werden.

Damit finden Diskussionen und Planungen ein Ende, die seit über sieben Jahren mehr oder minder geführt wurden,

Den Versuch, eine öffentliche Diskussion dazu anzuregen, unternahm wohl als Erste die Online-Plattform POLITISCHES SALZLAND am 1. Juli 2012 unter der Schlagzeile „Bundesstraße ade, Bundesautobahn ole? - Eine Politposse“ .
Inhalt dieses Beitrags war u. a. ein Offener Brief zum Thema, gerichtet an alle Fraktionen des Kreistags, welcher von diesen mehrheitlich ignoriert wurde.

Deshalb folgten weitere Anmerkungen in den Blogs POLITISCHES SALZLAND und POLITISCHES SEELAND, zuletzt am am 30. März vergangenen Jahres, die alle unkommentiert blieben.
Und auch neue Argumente pro Autobahn gab es nicht, eine Kosten-Nutzen-Analyse offerierte niemand der kommunalpolitischen Öffentlichkeit.

Welchen Nutzen diese Umwidmung nun tatsächlich haben wird, bleibt eine Sache des Gefühls, der Emotionen.

Doch eines steht fest: Die Umwidmung wird teuer, jedoch hat sich bis jetzt niemand aus der Deckung getraut und wenigstens annähernd beziffert, wie viel Hunderttausende oder gar Millionen EURO allein die Neubeschilderung kosten wird.
Wer sich dabei an die Kosten einer Neuanfertigung gestohlener Ortseingangsschilder in Nachterstedt erinnert, dem dürfte bei solchen Überlegungen schwindelig werden.

Das aber ficht die führenden Kommunalpolitiker der Stadt Seeland nicht an.

In einem Artikel der MITTELDEUTSCHEN ZEITUNG vom 1. Oktober auf Seite 9 der Printausgabe sieht die Bürgermeisterin der Stadt Seeland die zukünftige A 36 als „eine eigene Form von Infrastruktur“ und der Vorsitzende des Stadtrats erwartet gar substanziell neue Streckenvorschläge für Autofahrer im Internet und via Navigationsgerät.

Wie das denn? Autoreisende werden seit Jahren schon natürlich über die B6 geleitet, wenn z. B. dies die kürzere Verbindung ist. Die Umwidmung wird daran nichts ändern.

Und bei schweren Verkehrsunfällen rückt das HLF 20, das neue Hilfeleistungslöschgruppen-fahrzeug der Feuerwehr, demnächst in Hoym stationiert, unabhängig davon aus, ob es ein schwerer Unfall auf der B6 oder einer A 36 war.

Nein, es bleibt dabei: Ein bezifferbaren, offensichtlichen infrastrukturellen Nutzen hat die Umwidmung der B6 zur Autobahn nicht. Im Gegenteil.

Dabei fällt einem sofort NOVELIS Nachterstedt ein. Dort wurde investiert und wird jetzt produziert, ohne das dies vom Status der B6/A36 abhängig gemacht wurde. Oder?


Dienstag, 3. Juli 2018

Rein - raus, raus - rein ...Der Verein der Bücherfreunde Gatersleben - Eine Erklärung

Der Pallas auf dem Gatersleber Oberhof
Am 26. April d. J. erschien in diesem Blog der Beitrag


Rein - raus, raus - rein ...Der Verein der Bücherfreunde Gatersleben,


in welchem das Geschehen in der Mitgliederversammlung des ExLibris - Bücherfreunde Gatersleben e. V. am gleichen Tage eine subjektive Wertung erfuhr.

Die dabei scharf angegriffene Leiterin der Filiale Gatersleben der Stadtbibliothek Seeland sah den Beitrag als einseitig, ungenügend bzw. fehlerhaft recherchiert und beleidigend für ihre Person an und beschritt dagegen den Rechtsweg, heute mit einer ersten Verhandlung vor der Schiedsstelle der Stadt Seeland in Nachterstedt.

Dazu erklärt der Autor folgendes:

Es war zu keinem Zeitpunkt seine Absicht, mit dem o. g. Text die Bibliothekarin in Gatersleben zu beleidigen, herabzuwürdigen oder einer Straftat zu verdächtigen.
Sollte dennoch dieser Eindruck entstanden sein, so bedauern wir dies ausdrücklich, distanzieren uns davon und bitten die Betroffene um Entschuldigung.
Für TIMIRJASEVEZ.BLOGSPOT.COM 
Dr. Detlef Haase

Zudem fordert die Betroffene, dass ihr Klarname (Vor- und Familienname) nicht mehr in diesem Blog genannt wird. Sie beruft sich dabei auf die DSGVO 2018. Wir sehen dies anders, werden aber den Wunsch respektieren.



Mittwoch, 27. Juni 2018

3. öffentlicher Selke-Dialog in Gatersleben: Bilanz der Kompromisse. Und wie weiter?

Am vergangenen Montag wurde das Gatersleber Bürgerhaus wieder einmal seiner  eigentlichen Bestimmung als Forum gelebter Demokratie gerecht.


Über zweihundert Bürgerinnen und Bürger waren einer Einladung des seit einem Jahr wirkenden Runden Tischs "Selke-Dialog" gefolgt, um zu erfahren, welche Probleme und Konfliktlinien des nachhaltigen Hochwasserschutzes an der Selke im Harz und dessen Vorland im vergangenen Jahr eine Verständigung erfahren haben bzw. weiter strittig bleiben.

Im Mittelpunkt stand dabei eine Gemeinsame Erklärung, einerseits Fazit und andererseits Arbeitsgrundlage für Zukünftiges im Hochwasserschutz, nunmehr in Begleitung eines Beirats, personell identisch vorerst mit den Mitgliedern des Runden Tischs. Über ihn soll die öffentliche Begleitung der Hochwasserschutzplanungen, realisiert durch die zuständigen Institutionen des Landes Sachsen-Anhalt, garantiert werden.

Damit ist im Grunde auch der Wesentliche der Veranstaltung skizziert, welche den Höhepunkt ihrer Inszenierung darin fand, dass zwanzig Kommunaloberhäupter, Vertreter von Bürgerinitiativen, Landesbehörden und der Moderator des Runden Tischs Dr. Hans-Joachim Döring (Ev. Kirche in Mitteldeutschland) jeweils einzeln ans Pult traten und das Papier unterzeichneten. Der "Selke-Dialog" fand seinen Abschluss. 

Wie es nun weitergeht? Es wird im besten Falle beschleunigt projektiert, geplant und fachspezifisch diskutiert unter der Voraussetzung, dass die zuständige Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert zusätzliche finanzielle und fachliche Ressourcen akquirieren kann.
Ob ihr dies bis zum Ende der Legislaturperiode im übernächsten Jahr gelingt, ist dabei offen. Und danach?

Der Beobachter des Ganzen bleibt höchst irritiert zurück, erinnert er sich doch u. a. an den 7. Gatersleber Unternehmertreff, auf dem der Erste Sprecher der BI Gatersleben zum Thema Hochwasserschutz Dr. Wulf Stubbe ungewohnt resignativ zehn bis 15 Jahre veranschlagte bis zur Realisierung nachhaltiger Hochwasserschutzprojekte im Harz. 

Wer am vergangenen Montag mehr und vor allem konkret Fassbares erwartet hatte, blieb auf jeden Fall (wieder einmal) ratlos zurück.

Und er bekam eine Vorstellung davon, wie die EU-Datenschutzgrundverordnung solchen Foren Fesseln anlegen kann und der Veranstalter restriktive Urheberrechte in Wort und Bild beansprucht.

Und im übrigen wurde immer wieder das Gleichnis des Gordischen Knotens bemüht. In Sachen Hochwasserschutz löse er sich allmählich auf.
Soviel Zeit hatte Alexander der Große nicht. Er zerschlug ihn.

(Lesen Sie dazu auch in MZ-Web.)